Bibelgarten
In allen Kulturen und Religionen der Welt wird dem Garten eine göttliche Dimension zugeschrieben, auch im ersten bis letzten Buch der Bibel. Der Schöpfungsbericht beschreibt das Paradies als Garten Gottes, als Lebens(t)raum vom Himmel auf Erden, (H)Ort und Schutz der kostbaren menschlichen Würde. Die Propheten sprechen vom Garten als Stätte des Friedens und im Hohelied wird der Garten der Lust am Leben und der Liebe gepriesen. Die Bibel schliesst im letzten Buch, der Offenbarung, mit dem Bild des Gartens für das endzeitliche Heil, dem ewigen Leben bei Gott.
Über hundert verschiedene Pflanzen in der Anlage des Bibelgartens Gossau lassen die biblische Welt mit allen Sinnen erfahren, veranschaulichen Gottes Botschaft, wie sie in der Bibel niedergeschrieben ist und laden zum besinnlichen Verweilen ein.
Der Bibelgarten Gossau liegt auf dem Areal des ehemaligen Friedhofs der Andreaskirche, im Andreaspark, mitten im Zentrum von Gossau. Ungefähr 50 der 130 in der Bibel erwähnten Pflanzen wachsen in acht thematisch gruppierten Beeten und im Parkgelände. Für viele Arten ist jedoch das Klima von Gossau zu rauh. Deshalb sind einige Bibelpflanzen durch Arten ersetzt, die mit den biblischen Pflanzen nahe verwandt sind. Weitere Arten wurden ausgewählt, weil sie im Land der Bibel vorkommen.
Alle Pflanzen sind beschriftet und Beziehungen zu den Bibeltexten werden erläutert. Den Pflanzen entsprechende Bibeltexte sind in Sandsteinplatten eingraviert und als Bodenplatten verlegt.
Bibelgarten_Flyer.pdf (2'693 KB)
Lageplan

Für Auskünfte und Führungen wenden Sie sich bitte an das Pfarreisekretariat.
Bericht von Radio kath.ch
Einige Pflanzen
Nordwind, erwache! Südwind, herbei! Durchweht meinen Garten, lasst strömen die Balsamdüfte! Hld 4,16
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Joh 12,24
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht. Joh 15,5
Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst zu essen bekamen, an die Gurken und Melonen, an den Lauch, an die Zwiebeln und an den Knoblauch. Num 11,5
Alles Sterbliche ist wie Gras, und all seine Schönheit ist wie die Blume auf dem Feld. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, doch das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit. Jes 40,6.8; 1 Petr 1,24f
Wehe euch,... ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz ausser Acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. Mt 23,23
Ich giesse meinen Geist über deine Nachkommen aus und meinen Segen über deine Kinder. Dann sprossen sie auf wie das Schilfgras, wie Weidenbäume an Wassergräben. Jes 44,3b.4


